Spitzenmedizin am Niederrhein: Hernienzentrum am EVK Wesel erneut zertifiziert – künftig nahezu alle Eingriffe auch ambulant möglich

Das Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Wesel (EVK Wesel) wurde erneut als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziert. Damit bestätigt die Fachgesellschaft erneut die hohe Spezialisierung und Behandlungsqualität des Zentrums unter der Leitung von Dr. med. Olaf Hansen.

Das Zentrum in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie verfügt seit mehr als zehn Jahren über das Herniensiegel und trägt seit nunmehr vier Jahren ununterbrochen den Status eines zertifizierten Kompetenzzentrums. Es zeichnet sich durch die spezialisierte operative Therapie von Leisten-, Zwerchfell- und Bauchwandbrüchen aus. Voraussetzung für die Zertifizierung sind unter anderem die nachweislich hohe Spezialisierung und Erfahrung in der Hernienchirurgie, hohe Fallzahlen sowie die strukturierte Dokumentation von standardisierten Behandlungsabläufen. Hinzu kommen die Teilnahme an externen Qualitätssicherungsprogrammen und kontinuierliche Fortbildungen des Teams. Ergänzend wurden am EVK Wesel mehrere spezielle Herniensprechstunden eingerichtet. Hier erfolgt eine individuelle Diagnostik und Beratung über konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten. Zum Einsatz kommen minimalinvasive und robotisch assistierte Operationsverfahren sowie leitliniengerechte Therapiekonzepte mit niedrigen Komplikationsraten und sehr guten Langzeitergebnissen.

Die erneute Zertifizierung unterstreicht die Position des EVK Wesel als zentrale Anlaufstelle für Hernienbehandlungen am Niederrhein. Darüber hinaus wurde das Team 2026 erneut vom FOCUS-Magazin als führendes Hernienzentrum in der Region Niederrhein ausgezeichnet. „Unser Ziel ist eine wohnortnahe, hochspezialisierte Versorgung auf universitärem Niveau“, so Dr. Hansen. „Die wiederholte Auszeichnung bestätigt, dass Patientinnen und Patienten diese Qualität in der Region erhalten.“

Eine besonders wichtige Neuerung für Patienten ergibt sich aus der aktuellen Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen. Durch die im Rahmen der Krankenhausreform NRW geforderte Spezialisierung und die Anerkennung der entsprechenden Versorgungsstruktur darf das EVK Wesel künftig nahezu alle Hernienformen auch ambulant oder kurzstationär behandeln. Dazu zählen insbesondere Leistenbrüche, Nabelbrüche, Bauchdeckenbrüche sowie Narbenbrüche und seltene Hernienformen. Zahlreiche Eingriffe können mit einem Aufenthalt von nur drei bis 24 Stunden durchgeführt werden – eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Versorgungssituation. „Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das kürzere Wege, weniger Belastung und eine schnellere Rückkehr in den Alltag – bei gleichzeitig höchster medizinischer Sicherheit“, erklärt Dr. Olaf Hansen. „Die Reform stärkt spezialisierte Zentren und ermöglicht genau die strukturierte Versorgung, die wir seit Jahren aufgebaut haben.“

Ich bin auf der Suche nach …