Chronische Wunden heilen häufig nur langsam und begleiten Betroffene über einen langen Zeitraum. Sie bedeuten nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern auch einen hohen organisatorischen und pflegerischen Aufwand. Vor diesem Hintergrund hat die Diakoniestation Niederrhein nun sein Leistungsportfolio gezielt weiterentwickelt. „Wir erleben im Pflegealltag, dass chronische Wunden für viele Menschen eine dauerhafte Belastung darstellen“, erläutert Pflegedienstleitung Dennis Moczygemba, dabei ist „eine fachlich fundierte und kontinuierliche Versorgung in solchen Fällen entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und Heilungsverläufe positiv zu beeinflussen“, so der Pflegexperte weiter.
Künftig übernehmen speziell weitergebildete Pflegefachkräfte, sogenannte Fachtherapeuten Wunde ICW und Wundexperten ICW, die Wundversorgung im häuslichen Umfeld. Sie beurteilen den Zustand der Wunden regelmäßig, passen die Versorgung an den jeweiligen Verlauf an und stimmen die Maßnahmen eng mit den behandelnden Ärzten ab. Die Pflege findet dabei dort statt, wo die Patienten leben und werden in die häusliche Pflege integriert – ein Aspekt, der insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen von Bedeutung ist.
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist auch die Zusammenarbeit mit dem Weseler Wundzentrum. Bei besonders komplexen oder therapieresistenten Wundverläufen können die Pflegefachkräfte kurzfristig auf die Expertise des spezialisierten Zentrums zurückgreifen. „Die enge Abstimmung mit den Kollegen des Wundzentrums ermöglicht uns, auch bei schwierigen Fragestellungen schnell die passende fachliche Unterstützung einzubinden und Behandlungsentscheidungen gemeinsam sowie auf kurzem Weg treffen zu können.“, so Moczygemba weiter. Nach Angaben des Gesundheitscampus Wesel zählt diese Form der spezialisierten häuslichen Wundversorgung derzeit zu den wenigen Angeboten in Wesel und der näheren Umgebung. Mit der neuen Spezialisierung stärkt der Gesundheitscampus Wesel so die ambulante Versorgung in der Region. Ziel ist es, Menschen mit chronischen Wunden verlässlich, kontinuierlich und wohnortnah zu begleiten. „Unser Anspruch ist es, Pflege und medizinische Expertise sinnvoll miteinander zu verknüpfen – dort, wo die Menschen leben“, betont Dennis Moczygemba weiter.
Für die Versorgung über die Diakoniestation benötigen Betroffene eine ärztliche Verordnung mit Wundbeschreibung. Bei Fragen oder zur Terminabstimmung stehen die Mitarbeitenden der Diakoniestation zur Verfügung unter
Diakoniestation Niederrhein
Tel.: 0281 106-2970
Fax: 0281 106-2979
E-Mail: diakoniestation@evkwesel.de