Neues Magenkrebszentrum eröffnet

Neues Magenkrebszentrum am EVK Wesel bündelt Expertise für Magen- und Speiseröhrenkrebs

Wenn es um Magen- und Speiseröhrenkrebs geht, entscheidet selten nur ein einzelner Eingriff über den Behandlungserfolg. Weil diese Erkrankung oft erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt wird, ist ein Team aus mehreren Fachdisziplinen erforderlich, um Patienten alle Optionen in der Behandlung anzubieten und so zur Heilung beizutragen.

Eine frühzeitige Diagnose bedeutet eine viel bessere Heilungschance. Gefragt sind im neuen Weseler Magenkrebszentrum daher schnelle Diagnostik, belastbare Fallkonferenzen und ein Team, das Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie und Chirurgie zum Wohl der Patienten von Anfang an zusammendenkt. Genau diese Strukturen hat das EVK Wesel in den vergangenen Jahren aufgebaut und bündelt sie nun in einem eigenen Magenkrebszentrum. Am Haus arbeiten diese Fachbereiche bereits eng zusammen, ergänzt durch spezialisierte Pflege, Ernährungsfachkräfte und Schmerztherapie. Gemeinsame Visiten und Fallkonferenzen gehören ebenso zum Konzept wie die enge Abstimmung aller diagnostischen und therapeutischen Schritte.

Für Betroffene ist das weit mehr als eine organisatorische Frage. Tumore in diesem Bereich sind medizinisch anspruchsvoll, weil Diagnostik, internistische Therapie und operative Versorgung präzise ineinandergreifen müssen. In der Inneren Medizin deckt die Gastroenterologie am EVK Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens ebenso ab wie moderne endoskopische Diagnostik, Biopsien, CT- und MRT-Diagnostik im Haus, die Abklärung von Schluckstörungen sowie eine Vielzahl an interventionellen Verfahren. In der Chirurgie bringt das Team um Dr. med. Olaf Hansen als Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie langjährige Expertise in der onkologischen Viszeralchirurgie und der robotischen Chirurgie ein. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch Dr. med. Stefan Pluntke, der zusätzliche internistisch-onkologische Kompetenz in diesen Bereich einbringt. „Bei Magen- und Speiseröhrenkrebs reicht es nicht, wenn jede Fachdisziplin für sich stark ist. Entscheidend ist, dass wir Diagnostik, medikamentöse Therapie und Operation so eng verzahnen, dass für jede Patientin und jeden Patienten schnell ein klarer und tragfähiger Behandlungsplan entsteht“, weiß Dr. Hansen aus Erfahrung. „Mit dem neuen Zentrum machen wir sichtbar, was am EVK längst gewachsen ist: eine verlässliche interdisziplinäre Versorgung für komplexe Tumorerkrankungen im oberen Verdauungstrakt.“ Auch Dr. Pluntke sieht in der Bündelung einen direkten Gewinn für Betroffene. „Gerade in diesem Bereich zählt Zeit. Wenn Endoskopie, Bildgebung, internistische Onkologie und Chirurgie Hand in Hand arbeiten, sichern wir Diagnosen schneller und können die Therapie früher auf den individuellen Befund abstimmen“, so der erfahrene Onkologe. Dies entlaste Patienten, weil die Wege kürzer werden und Entscheidungen nicht an Schnittstellen verloren gehen.

Für das EVK ist das Magenkrebszentrum zugleich der nächste Schritt in einer Entwicklung, die den Krebsbehandlungsschwerpunkt am Standort seit Jahren ausbaut. Das DKG-zertifizierte Onkologische Kompetenzzentrum Niederrhein bündelt bereits mehrere Organzentren und gilt als etablierte qualitätsgeprüfte, eng vernetzte Anlaufstelle für Menschen mit Krebserkrankungen in der Region. Jährlich werden hier mehr als 2.000 Patienten mit onkologischen Erkrankungen behandelt, über 500 davon mit einer Neuerkrankung, die direkt am Zentrum diagnostiziert wird. Für Patienten mit Magen- oder Speiseröhrenkrebs in Wesel und Umgebung bedeutet das neue Zentrum also vor allem kurze Wege zu einer Behandlung, die Erfahrung, Spezialisierung und enge Abstimmung an einem Ort zusammenführt.

 

So erreichen Sie uns: 

Magenkrebszentrum am EVK Wesel

Tel.: 0281 106 3900

E-Mail

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