Dr. med. Stefan Pluntke übernimmt Chefarztposition am EVK Wesel

Das Evangelische Krankenhaus Wesel stellt die Leitung der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie, Onkologie und Hämatologie neu auf: Ab sofort übernimmt Dr. med. Stefan Pluntke hier die vakante Chefarztposition. Zudem übernimmt Dr. Pluntke auch mit sofortiger Wirkung die ärztliche Leitung der MVZ-Praxis für Onkologie des Gesundheitscampus Wesel und wird hier ebenfalls seine umfangreiche Expertise einbringen, um auch die ambulante onkologische Versorgung weiter zu entwickeln. Der 57-jährige Krebsmediziner bringt langjährige klinische Erfahrung, ausgewiesene onkologische Expertise und umfassende Leitungserfahrung mit – unter anderem aus seiner Tätigkeit für die Kliniken Essen-Mitte sowie am Maria-Hilf Krankenhaus Alexianer in Krefeld. Gestern (23.07.2026) wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit Dr. Pluntke gewinnt der Gesundheitscampus Wesel also einen erfahrenen Mediziner für eine der zentralen Schwerpunkte in der stationären wie ambulanten Versorgung, denn er ist „Onkologe mit Leib und Seele“, wie Heino ten Brink, Geschäftsführer am EVK, bei der Vorstellung attestierte. So hatte Pluntke bereits über viele Jahre Patienten mit Tumorerkrankungen begleitet, interdisziplinäre Behandlungswege mitgestaltet und klinische Teams geführt. Neben der reinen medizinischen fachlichen Expertise verfügt Dr. Pluntke über einen Master of Health Business Administration (MHBA). Am Gesundheitscampus Wesel übernimmt er nun eine Klinik, die Patienten mit Tumorerkrankungen (fast) aller Arten sowie Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts gleichermaßen hochspezialisiert versorgt. Als Teil des zertifizierten Zentrum für Hämatologische Neoplasien sowie des übergeordneten Onkologischen Kompetenzzentrums Niederrhein (OKZN), dessen Leitung Dr. Pluntke ebenso inne hat, arbeitet die Klinik eng interdisziplinär mit weiteren Fachbereichen zusammen. Tumorkonferenzen, abgestimmte Therapieentscheidungen und kurze Wege innerhalb des gesamten Campus bilden wichtige Grundlagen der Behandlung. „Onkologische Medizin braucht hohe fachliche Präzision, aber genauso viel Aufmerksamkeit für den einzelnen Menschen“, so Dr. Pluntke. „Patienten sollen bei uns verstehen, welche Behandlung für sie sinnvoll ist, welche Möglichkeiten bestehen und wer sie auf diesem Weg begleitet. Das schafft Sicherheit – gerade in einer belastenden Lebenssituation“, plädiert er für eine individuelle Medizin nach neuesten Erkenntnissen, wie sie sich der Gesundheitscampus ambulant wie stationär auf die Fahnen geschrieben hat. Ein besonderes Anliegen des neuen Chefarztes ist der optimierte Zugang zu klinischen Studien. Dr. Pluntke möchte geeigneten Patienten der Region damit vermehrt den Anschluss an modernste, wissenschaftlich und universitär geprägte Medizin ermöglichen. Studien können zusätzliche Behandlungsoptionen eröffnen, wenn sie zur Diagnose, zur Erkrankungsphase und zur persönlichen Situation passen. „Gerade in der Onkologie entstehen laufend neue Erkenntnisse“, betont der gebürtige Kölner, der nun mit seiner Familie in Solingen lebt. „Wenn wir klinische Studien noch stärker einbinden, können Patienten der gesamten Region von innovativen Therapieansätzen profitieren, ohne dafür immer weite Wege auf sich nehmen zu müssen“, ist sich Pluntke sicher.

Die Geschäftsführung sieht in der Neubesetzung ein wichtiges Signal für die medizinische Versorgung am Standort. „Mit Dr. Pluntke gewinnen wir einen Chefarzt und ärztliche Leitung, der hohe fachliche Kompetenz, Führungserfahrung und eine klare Haltung zur patientennahen Medizin verbindet“, betont Heino ten Brink weiter. „Das stärkt den Gesundheitscampus Wesel und die internistische, gastroenterologische, onkologische und hämatologische Versorgung in der Region“, ist sich der Geschäftsführer sicher.

Der neue Chefarzt, der die Klinik bereits seit März kommissarisch leitet, hat derweil auch schon weitere Faktoren neben den medizinischen im Blick: „Niemand behandelt komplexe Erkrankungen allein“, ist sich Dr. Pluntke sicher. So bringt der 57-Jährige bringt eben seiner fachlichen Expertise eine klare Vorstellung von Zusammenarbeit mit. Medizinische Qualität entsteht für ihn im Team – zwischen Ärzten, Pflegefachpersonen, Therapeuten, Funktionsdiensten und weiteren Berufsgruppen. Er setzt auf offene Kommunikation, verlässliche Abläufe und ein gemeinsames Verständnis für die Bedürfnisse der Patient. „Gute Medizin gelingt, wenn verschiedene Professionen ihre Erfahrung einbringen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Diese Kultur möchte ich weiter stärken“, stellt „der Neue“ am Gesundheitscampus Wesel klar.

Auch persönlich bringt Stefan Pluntke Bodenständigkeit und Energie mit an den Niederrhein. Der 57-Jährige lebt in Solingen, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich Badminton und hört auf den nun anstehenden Autofahrten an den Niederrhein gerne Hörbücher oder Musik – ein Ausgleich zum anspruchsvollen Klinikalltag.

 

Das Onkologische Kompetenzzentrum Niederrhein

Im nach DKG zertifizierten Onkologischen Kompetenzzentrum Niederrhein bündelt das Evangelische Krankenhaus Wesel seine langjährige Kompetenzen und Expertise in der Krebsbehandlung in den verschiedenen beteiligten Fachrichtungen: Mit dem zertifizierten Darm- sowie Brust- und Brustkrebszentrum, dem Hämatoonkologischen Zentrum sowie dem Zentrum für gynäkologischen Krebserkrankungen und den ebenfalls auf dem Gesundheitscampus Wesel ansässigen beteiligten Bereichen wie der Strahlentherapie Niederrhein, dem Visalis Therapiezentrum Niederrhein oder auch der MVZ-Praxis für Onkologie für den ambulanten Bereich kann das Campus-Netzwerk eine umfassende Behandlung für die unterschiedlichsten Krebsarten bieten und dabei zudem auf Besonderheiten wie beispielsweise komplementärmedizinische Angebote zurückgreifen. Interdisziplinär arbeiten hier medizinische, pflegerische und therapeutische Experten aus den Bereichen Chirurgie, Senologie, Gynäkologie, Onkologie, Gastroenterologie, Hämatologie, Palliativmedizin sowie Strahlentherapie und weitere externe Kooperationspartner wie beispielsweise die Universitätsmedizin Essen oder das Exzellenzzentrum Thoraxchirurgie Düsseldorf-Kaiserswerth, die bei besonderen Fragestellungen zur Verfügung stehen, eng zusammen. Zusätzlich zu den sich bereits in Behandlung befindlichen Patienten profitieren jährlich auch rund 500 neue Patienten mit bösartigen Erkrankungen von dieser umfassenden Behandlungsstruktur. 

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